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Mein Name ist Kira Lane, doch im Herzen trage ich den Namen Milana Bezijewa. Mit 25 Jahren blicke ich auf eine Reise zurück, die in den rauen Landschaften Tschetscheniens begann.

In einer konservativen und streng gläubigen Familie aufgewachsen, begegnete ich zahlreichen Herausforderungen. Trotz der Dunkelheit, die mich oft umgab, kämpfte ich unermüdlich für mein Ziel: die Freiheit. Die Schatten von Missbrauch und Misshandlung prägten meine Kindheit, während Verfolgung und Bedrohungen zu einem Teil meines Alltags wurden. Doch nichts konnte mich davon abhalten, die Person zu werden, die ich heute bin.

Mit Stolz und vollem Selbstbewusstsein stehe ich an dem Punkt meines Lebens, an dem ich sein möchte. Nach 1,5 Jahren in der Schutzstätte Orient Express habe ich die Fesseln der Vergangenheit abgelegt. Heute bin ich ein freier Mensch, der seine Ziele mit unermüdlichem Eifer verfolgt. Die Lektionen, die das Leben mir lehrte, sind vielfältig. Ich war Pädagogin, Psychologin und Übersetzerin für meine Familie.

Diese Rollen lehrten mich Geduld und Empathie – Fähigkeiten, die ich täglich nutze, um anderen zu helfen. Für meine jüngeren Geschwister war ich nicht nur eine Schwester, sondern auch eine Beschützerin. Ich bereitete sie auf das Leben vor und sorgte dafür, dass sie vor den Grauen der Welt geschützt blieben. Diese Erfahrung als Sozialarbeiterin von 2012 bis 2020 war für mich von unschätzbarem Wert. Ich glaube fest an mich und an meine Träume.

Auch wenn die Vergangenheit manchmal wie ein schwerer Rucksack auf meinen Schultern lastet, hat sie mich nie gebrochen. Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen sind Teil meines Lebens, aber ich bin stolz darauf, dass ich trotz alledem nur mit zwei Diagnosen kämpfe. Sowohl psychisch als auch physisch habe ich viel ertragen. Ich bin stolz darauf, die Person zu sein, die ich heute bin.